Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Doberan
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   Sonntag, der 24.06.2018  

FEUERWERK - Gemeinsame Übungswochenenden im Kreis Bad Doberan

Donnerstag, 12.05.2011 | 08:23  


Bericht von www.lv-hhmvsh.thw.de

Kägsdorf/Kreis Bad Doberan. Ein Ziel der Initiative FEUERWERK, einem Gemeinschaftsprojekt der Feuerwehren und des THW im Norden des Landes ist es, durch gemeinsame Ausbildungen nicht nur im Einsatzbereich effizienter zu werden, sondern auch Synergie-Effekte zu erkennen, zu nutzen und das gemeinsame, effektive Handling für den Einsatz zu proben.

Insgesamt 230 Kräfte von Feuerwehr und THW kamen am 3. und 4. Märzwochenende zusammen, um dieses gemeinsame Ziel in Kägsdorf mit Leben zu erfüllen. Kägsdorf ist nicht nur der Standort Feuerwehrtechnischen Zentrale und des Kreisfeuerwehrverbandes Bad Doberan, sondern auch Heimstatt des THW - Ortsverbandes Bad Doberan. Neben Seminar- und Ausbildungsräumen, einer Atemschutzübungsanlage und verschiedenen Werkstätten, bietet das umfangreiche Gelände die Möglichkeit, unterschiedlichste Ausbildungen gleichzeitig und auf hohem Niveau stattfinden zu lassen. Gemeinsame Schwerpunktveranstaltungen, bei denen THW und Feuerwehr gemeinsam agierten, waren die Ladekranausbildung , die Ausbildung an der Motorkettensäge sowie die Brandschutzausbildung im Rahmen der Grundausbildung der THW – Helferanwärter, bei der alle Ausbildungsthemen – sowohl theoretische als auch praktische – durch Ausbilder der Feuerwehr vermittelt wurden. Weitere Ausbildungen waren verschiedene Feuerwehrausbildungsmodule wie Retten aus Höhen, Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte, wie Rettungsschere und -spreizer, sowie die THW-Kraftfahrerausbildung. Die meisten THW-Helfer kamen aus dem Geschäftsführerbereich Schwerin und die Feuerwehrkräfte waren überwiegend aus dem Landkreis Bad Doberan. Darüber hinaus kamen zu den Fachausbildungen THW-Helferinnen aus dem gesamten Landesverband. Seitens der Feuerwehr waren auch Vertreter von den Feuerwehren Rostock und Berlin Teilnehmer bzw. Ausbilder bei den verschiedenen Maßnahmen.

Ein Schwerpunkt bildete die gemeinsame Ausbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Bereich der Motorkettensägen. Auf dem Gelände bestand die Möglichkeit mit dem BABISI (Baumbiegesimulator ) der Berliner Feuerwehr, das Sägen an unter Spannung stehenden Baumstämmen praxisgerecht zu üben. Mit diesem Gerät konnten kontrolliert verschiedene Spannungszustände des zu sägenden Stammes vorgegeben werden. So konnten die Sägenden an unterschiedliche Spannungsszenarien schrittweise herangeführt werden. Entscheidend ist hier die Sägetechnik, um unliebsame, oftmals gefährliche Überraschungen zu vermeiden. Auch an den relativ kleinen Baumstammabschnitten wurde deutlich, welche Kräfte freigesetzt werden.

Mit mehreren Gruppen wurde am 2. Übungswochenende in dem nahegelegenen Wald „Kühlung“ das Fällen von Bäumen trainiert. In Abstimmung mit dem dortigen Forstamt bot sich die Gelegenheit für alle Teilnehmer dieser Ausbildung, die zum Fällen freigegebenen Bäume fachgerecht zu legen. Für die Ausbilder, zu denen auch ein Ausbilder von der Berliner Feuerwehr gehörte, stand bei dieser Ausbildung die Sicherheit im Vordergrund. Neben der notwendigen Schutzbekleidung waren dies insbesondere die Ausbildungsthemen und Sicherheitsbelehrungen, welche auf die Gefährdungen bei einem Waldeinsatz hinweisen. Falls es doch zu Unfällen gekommen wäre, waren insgesamt zwei Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe aus den Landkreisen Bad Doberan und Nordwestmecklenburg ständig vor Ort.

Das Bewegen von schweren Lasten stellt ebenfalls eine gefahrengeneigte Tätigkeit dar. Auf dem Gelände in Kägsdorf war ein weiterer gemeinsamer Punkt die Ausbildung an verschiedenen Ladekränen. Mehre THW-Fahrzeuge und ein Feuerwehr-Fahrzeug mit Ladekran standen für diese gemeinsame Maßnahme zur Verfügung. Jeder Teilnehmer ob in Feuerwehr- oder THW-Montur erlebte bei diesem Ausbildungsmodul die Arbeitsweise der unterschiedlichen Ladekräne. Diese Anbaukräne hatten Größen bis zu 19 mt, (eine rechnerische Größe, die aussagt, dass bei einer Ausladungsweite von 19 Metern knapp eine Tonne Last bewegt werden kann). Mit verschiedenen Anbauteilen wurden unterschiedliche Einsatzoptionen trainiert. Neben hydraulischen Greifern in verschiedenen Ausführungen für Schüttgut aller Art ,den Ladegabeln für Palettentransport sowie den Fassgreifern, war natürlich das richtige Anschlagen von Stahlseilen und –ketten zum sicheren Transport von Lasten ein Ausbildungsziel. Doch vor der ersten Last ist natürlich der sichere Stand der Kranfahrzeuge zu gewährleisten. Durch die verschiedenen Krantypen erlebten die Teilnehmer von Feuerwehr und THW auch die unterschiedlichen Krantechniken und Sensibilitäten bei Lastaufnahmen und in der Bewegung der Ladekräne.

Ein weiterer Ausbildungsteil war für den THW- Logistik/Verpflegungstrupp aus Schwerin vorgesehen. Gemeinsam mit dem Logistik/Verpflegungstrupp des schleswig-holsteinischen Ortsverbandes Preetz, sorgten sie dafür, dass keine Teilnehmerin und kein Teilnehmer wegen leeren Magens den recht anspruchsvollen Ausbildungsthemen nicht mehr folgen konnte. Satte und zufriedene Gesichter nach den Mahlzeiten zeigten, dass auch dieser Teil der Ausbildung für die Kochteams äußerst erfolgreich war.

Bei einem gemeinsamen Rundgang an den einzelnen Stationen erlebten die Leiterin des Ordnungsamtes Jana Rothenberger, der Bad Doberaner Kreisbrandmeister Mayk Tessin und Referatsleiter Einsatz Olaf Nentwig vom THW Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, wie die Teilnehmer von Feuerwehr und THW effizient und hochmotiviert die Ausbildungssituationen abarbeiteten. Der Erfolg dieser gemeinsamen Ausbildungswochenenden gab den beiden Führungskräften recht, ein inhaltlich ähnlich gestaltetes gemeinsame Ausbildungswochenende voraussichtlich im Herbst in Kägsdorf zu wiederholen.

Link zu den Bildergalerien:
Kettensägenausbildung
Ladekranausbildung
Sonstige Ausbildungsstationen


Bilder


(c) www.thw-hhmvsh.de (c) www.thw-hhmvsh.de (c) www.thw-hhmvsh.de 
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