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   Mittwoch, der 20.06.2018  

OZ: Schon 26 Tote auf den Straßen des Kreises

Donnerstag, 12.10.2000 | 00:00  


Berufsschüler übten Sicherheit

Schon 26 Tote auf den Straßen des Kreises

Bad Doberan
(OZ) 627 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule Bad Doberan erlebten gestern einen besonderen Schultag: Sie erfuhren, wie eine Rettungskette nach dem Unfall richtig geknüpft wird. Bad Doberan (OZ) Das Leid, das der plötzliche Unfalltod in Familien bringt, ist unermesslich. Bereits 26-mal mussten Polizisten, selbst vom Geschehen zutiefst erschüttert, in diesem Jahr den unsäglichen Gang zu den Hinterbliebenen gehen, um von dem tragischen Tod ihres Angehörigen auf den Straßen des Landkreises Bad Doberan zu berichten. 2624 Verkehrsunfälle musste die Doberaner Polizei bis Ende August registrieren. 480 Menschen wurden dabei verletzt. 19 Unfallverursacher waren jünger als 18 Jahre, während 87 Jugendliche unter 18 bei den Unfällen von leicht bis schwerst verletzt wurden. „Weit über die Hälfte unserer 1650 Schülerinnen und Schüler kommen täglich mit dem Auto zum Unterricht nach Bad Doberan“, teilt Uwe Collin, Stellver-tretender Schulleiter der Beruflichen Schule des Landkreises, mit. Teils kommen sie in Mitfahrgemeinschaften. „Die statistische Unfallhäufigkeit ist gerade in der Altersstufe der Berufsschüler sehr hoch“, weiß der Fachlehrer für Mathematik und Datenverarbeitung. Eigene Überschätzung, fehlende Erfahrung, erhöhte Risikobereitschaft und jugendlicher Übermut würden unter Stress zu manch unbedachtem Manöver verleiten, resümiert der Pädagoge. Die Jugendlichen für die Gefahren auf der Straße zu sensibilisieren, ihnen die Möglichkeit von Übung und Anschauung zu geben – deshalb machte gestern die Berufliche Schule mobil. Eine Aktion, von der Ortsverkehrswacht Bad Doberan auf ihrer Antidrogentour 2000 organisiert . 627 Schülerinnen und Schüler nahmen an diesem außergewöhnlichen Unterricht teil, sprachen auf Klassenforen über Disco, Alkohol, Drogen und Gefahren im Straßenverkehr, konnten den Fahrsimulator nutzen, einen Sehtest ablegen, ihre Autos prüfen lassen. Laut Polizeistatistik zeigt sich Alkohol nach wie vor als Droge Nummer eins, weiß Polizeihauptkommissar Manfred Schröter. Jeden Monat würden so viel Alkoholfahrer aus dem Verkehr gezogen, wie der Monat Tage hat! Während der Aktion Junge Fahrer der Verkehrswacht erlebten die Berufsschüler gestern live eine „echte“ Rettungskette: Zwei Menschen, im Unfallauto eingeklemmt, die der ASB-Notarzt nach 1,5 Minuten versorgte, für die die Doberaner Freiwillige Feuerwehr das Auto aufschneiden musste. Erlebten, wie man sich verhalten muss, wenn es zum Unfall kam. Übrigens: An einem Quiz nahmen über 500 Jugendliche teil. Nur 72 konnten alle Fragen richtig beantworten. Die Organisatoren hoffen jetzt, dass es künftig mehr sein werden. Nach diesem ganz anderen Schultag.

I. SP.

Artikel aus der Ostseezeitung vom 12.10.2000.



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