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OZ: Feuerwehren im Katastrophenfall allein überfordert

Montag, 29.03.2004 | 00:00  


Zahl der Fehlalarme und Großbrände stieg

Geballte Feuerwehrkraft präsentierte sich zur Jahresversammlung in Kröpelin. 113 Delegierte kamen aus den 85 freiwilligen Feuerwehren und den Jugend-FFw mit 803 Mitgliedern im Kreis.

Kröpelin „Einheiten und Führungsebene des Katastrophenschutzes werden in unserem Landkreis nach wie vor nicht intensiv geschult. Wenn allerdings der Tag X kommt, ist es zu spät, Übungen abzuhalten. Die 85 Feuerwehren tragen einen großen Anteil am Katastrophenschutz. Wir allein können aber nicht die Sicherheit der Bevölkerung garantieren. Nur trainierte technische Einsatzleitungen und Einheiten können im Ernstfall korrekt und effizient arbeiten. Der Katastrophenschutz ist Aufgabe von Bund, Land und Kreis, dort angesiedelt, zu finanzieren und fachlich kompetent zu steuern“, mahnte Kreiswehrführer Mayk Tessin am Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes im Kröpeliner „Raben“ an. Er erinnerte an den jüngsten Terrorangriff in Madrid und die Spuren, die bis nach Deutschland reichen.

Zukunftsängste plagen die Feuerwehren mit ihren 2048 Aktiven und Reservisten sowie 513 Ehrenmitgliedern und 803 Heranwachsenden in den Jugendwehren, wenn sie in Richtung Gebietsreform blicken. Das Flächenland M-V sei auf umfassenden Schutz angewiesen, so der Kreisbrandmeister. Der Erhalt von jeder funktionierenden, auch der kleinsten Feuerwehr sei darum notwendig. Daran dürfe auch die aktuell diskutierte Reform nichts ändern, waren sich die ehrenamtlichen Retter einig. Sie halten Gesundheit und Leben zum Schutz der Einwohner hin, waren im Vorjahr zu insgesamt 833 Einsätzen zur Stelle. Bedenklich dabei: die zunehmende Zahl der Großbrände und Fehlalarme.

Vor zehn Jahren führte die Gebietsreform die Landkreise Bad Doberan und Rostock-Land zusammen, erinnerte Kreistagspräsidentin Sabine Lehmann. Erst müssten im Land die Aufgaben debattiert und klar verteilt werden, ehe neu über gut arbeitende Strukturen auf Kreisebene diskutiert wird, so ihr Credo.

Auch Kröpelins gastgebender Bürgermeister Paul Schlutow propagierte den Schulterschluss zwischen Feuerwehren und Gemeinden. Und Vize-Landesbrandmeister Siegmund Struve machte auf herbe Verluste im Nordosten aufmerksam. So stellten 39 Feuerwehren in M-V ihre Arbeit ein. „Denn eins plus eins ist häufig nicht zwei, sondern vielleicht nur 0,5. Dies, weil die Zusammenlegung von Wehren oft nicht funktioniert.“

Jugendwart Jens-Robert Wolter sprach über die Nachwuchssorgen. So sei es erfreulich, dass es 2003 eine Neugründung einer Jugendwehr gab, aber gleichzeitig warfen drei Gruppen das Handtuch. Mit gezielten Aktionen, zu denen der Reriker Lukas Hachtmann vom Landesforum aufrief, sollen Heranwachsende gewonnen werden.

Die Delegierten wählten Siegbert Hennings von der FFw Dummerstorf als Beisitzer neu in den Kreis-Vorstand.

ANETT JONUSCHAT





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