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OZ: Tauwetter und Starkregen: Land unter an der Prachtstraße

Donnerstag, 31.01.2013 | 07:47  


28 Liter Regen in nur zwölf Stunden: Das war zu viel für eine verstopfte Regen-Leitung an der gerade erst sanierten Goethestraße in Bad Doberan. Etliche Keller liefen voll Wasser.

Bad Doberan (OZ) - Es regnete nur ein paar Stunden — dafür aber umso heftiger: Tauwetter und Starkregen haben gestern zu ersten Überschwemmungen in Doberan geführt. Das Bollhäger Fließ und auch der Althöfer Bach hatten sich über Nacht in reißende Ströme verwandelt und waren über ihre Ufer getreten. Mehrere Keller in der Innenstadt liefen voll. Auch aus der Gemeinde Börgerende-Rethwisch wurden Probleme mit den Wassermassen gemeldet.

Insgesamt waren gestern in nur zwölf Stunden satte 28 Liter Regen pro Quadratmeter in Bad Doberan niedergegangen. „Das ist schon eine ganze Menge“, sagt Klaus Rhode, Geschäftsführer beim Zweckverband Kühlung (ZVK). Erschwerend kam dann noch das Tauwetter hinzu: „Die Böden aber sind noch gefroren. Da kann nichts versickern, das Wasser läuft sofort in Gräben und in die Bäche.“

Besonders hart traf es die Anwohner der gerade erst sanierten Goethestraße und der Heine-Straße im Herzen Bad Doberans: Ein erst vor wenigen Monaten sanierter Regenabfluss war fast komplett verstopft. „Die Fluten konnten nicht mehr in das Bollhäger Fließ ablaufen, es gab einen Rückstau“, berichtet Zweckverbands-Chef Klaus Rhode. In mindestens fünf Häusern drückte das Wasser in die Keller.

Verzweifelt versuchten seine Männer, den verstopften Abfluss wieder frei zu machen. Doch ohne Hilfe der Feuerwehr war nichts zu machen: „Vor dem Abfluss wurde im Zuge der Sanierung ein Gitter installiert“, erklärt Rhode. Müll, Dreck, Laub und sogar ein schwerer Holzbalken hatten sich davor festgesetzt. Problem nur: Die Männer vom Zweckverband kamen zunächst nicht an das Gitter ran — zu hoch der Wasserstand des Baches, zu reißend die Strömung. Also musste die Drehleiter her. Die ZVK-Techniker wurden mit Seilen am Korb der Leiter gesichert — „damit sie während der Arbeit nicht vom Wasser mitgerissen werden“, erklärt ein Feuerwehrmann.

Der verstopfte Abfluss mündet direkt an der Brücke Goethestraße in das Bollhäger Fließ. Nach Angaben von Klaus Rhode ein neuralgischer Punkt. Denn hier fließen gleich zwei große Regen-Leitungen zusammen: Das Problem-Rohr etwa ist für die Entwässerung der Innenstadt zuständig. „Der ganze Regen aus den Bereichen Moorbad, Hohenfelde, Stülow sowie der Innenstadt fließt in diese Leitung“, erklärt Rhode. „Wir müssen uns jetzt schnell was einfallen lassen, wie wir das Gitter im Notfall schneller geöffnet kriegen.“

Die Anwohner, deren Keller von der Feuerwehr leergepumpt werden mussten, bleiben auf den Schäden höchstwahrscheinlich sitzen: „Normalerweise müssen Leitungen in den Häusern gegen Rückstau gesichert sein. Das war bei einigen Betroffenen nicht der Fall“, so Rhode. Heißt: „Dann zahlt auch keine Versicherung.“

Artikel aus der Ostsee-Zeitung vom 31.01.2013


Bilder


(c) Ostsee-Zeitung, Feuerwehrmann Holger Behrens pumpt einen Keller leer. (c) Ostsee-Zeitung, Einsatz über den reißenden Fluten: Nur von der Drehleiter aus konnte der verstopfte Abfluss wieder freigemacht werden. 


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